Oder: wenn Träume wahr werden ...

Der Traum unseres ehemaligen Kommandanten Siggi war es schon immer, einen großen Schellenbaum für das Stadtsoldatencorps „Rut-Wiess“ anzuschaffen.

Bei diversen Manövertouren nach Nordrhein- Westfalen zu den großen Schützenfestenin Lemgo und Neuss war unser Kommandant immer begeistert, wenn die Musikzüge aufmarschierten und ihre Schellenbäume präsentierten.
„So ein schönes Stück möchte ich auch gerne haben, um unseren Musikzug und das Corps optisch aufzuwerten. Doch wer bezahlt uns dat? So ein Schellenbaum kostet ja schließlich auch ein paar Euro!“
Es mussten also Sponsoren gefunden werden, die diesen Traum finanzieren sollten.
So kam es, dass bei einigen Kölsch mit inaktivenund aktiven Kameraden, sowie Freunden des Corps (zum Beispiel im Manöver oder an den karnevalistischen Verhaftungstagen)
mögliche Sponsoren ausgesucht und angesprochen wurden.
Alle fanden die Idee hervorragend, da ein Schellenbaum als Aufwertung für das Erscheinungsbild des Stadtsoldatencorps in der Öffentlichkeit ein weiterer Blickfang wäre.
Nur so war es überhaupt möglich den Traum unseres Kommandanten Siggi zu verwirklichen. Doch alles brauchte seine Zeit…. .
Einige Kameraden ließ das Thema nicht los und so dachten sich Karneval 2003 die Kameraden Theo Westhofen, Mesi Mesenholl und Mella Küpper etwas Besonderes aus:

Einen selbstgebauten Schellenbaum!
Die Vision kam ihnen vor Karneval und es dauert nicht lange, bis die Idee Realität wurde.Es wurden Rohre gebogen, geschweißt und in Form gebracht. Glöckchen, Metallplättchen
und Sterne wurden montiert. Wo normalerweise ein stolzer Adler am Kopf jedes Schellenbaums thront, wurde eine gelbe Plastikente angebracht.

An vergoldeten Blumentöpfen hingen statt rot-weißem Pferdeschweif, viele rot-weiße Trassenbänder.

Aus einem Würfelknobelbecher und einem Rollladenband wurde kurzerhand eine Tragevorrichtung hergestellt, und da, wo sonst ein großer glänzender Stern im Mittelpunkt des Schellenbaums prunkt,
stand in großen Lettern: „1. Probelauf – Siggis Traum vom Schellenbaum“. Im Rosenmontagszug war dieser karnevalistische Schellenbaum natürlich eine waschechte 
Attraktion und es gab viel Beifall vom närrischen Publikum am Straßenrand.

Doch beim Uhlesessen im November 2003 war es dann endlich so weit. Aus einem lange gehegten Traum wurde Wirklichkeit:
Auf unserem traditionellen Uhlesessen wurde der neue (echte) Schellenbaum mit einer Licht-Show (Foto unten) und Musikuntermalung der begeisterten „rot-weißen“ Stadtsoldatenfamilie, Sponsoren und Gästen vorgestellt.
Tosender Beifall brach unter den karnevalistischen Anwesenden aus, als der Schellenbaum auf der Bühne enthüllt wurde.


Ein prächtiger, großer Adler ziert die Spitze. Silberfarben leuchten die wuchtig gewölbten Mittelteile mit den vielen Glöckchen, Sternen und den 4 Rot-Weißen Schweifen an den jeweiligen Enden.
In der Mitte erstrahlt ein großer silberner Stern mit dem Stadtsoldaten-Emblem.
Um dem Schellenbaum und dem Corps bei allen Auftritten Schutz von „ganz oben“ zu gewähren, weihte unser Corpsgeistlicher, Frank Werner, das gute Stück in einer eigenen Messe.
Besonders zu erwähnen ist, dass Kamerad Björn Profitlich sich freiwillig bereit erklärt hatte, unseren Schellenbaum in Zukunft bei all unseren Auftritten zu tragen.
In voller Uniform übernahm Björn schon bei der „Enthüllungs-Feier“ den Schellenbaum und ging stolz ein paar Schritte über die Bühne. Die Begeisterung und der Applaus
wollten kein Ende nehmen. Unserem Kommandanten Siggi Bündgen standen vor so viel Freude die Tränen in den Augen. Ist es nicht schön, wenn Träume wahr werden?!